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Ackerbau auf der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen

... vor der Übernahme durch die Universität Kassel

Die Domäne wurde vor 1998 ca. 25 Jahren als konventioneller Ackerbaubetrieb mit den Schwerpunkten Zuckerrrübenanbau und Getreidesaatgutvermehrung geführt. Die bisherige Fruchtfolge bestand auf den zuckerrübenfähigen Böden aus Zuckerrüben, Winterweizen und Wintergerste. Auf den anderen Flächen wurden die Zuckerrüben durch Roggen ersetzt. Raps wurde auf dem Betrieb schon mehrere Jahre nicht mehr angebaut. Die zur Ernte 1998 angebauten Kulturen mit der dazugehörigen Flächengröße sind aus der Abbildung ersichtlich.

Abbildung 1: Kulturen und Anbaufläche zur Ernte 1998 [ha]

Die Erträge der Ernte 1998 betrugen für Wintergerste 73 dt/ha, für Winterweizen 85 dt/ha, für Winterroggen 91 dt/ha und bei den Zuckerrüben 565 dt/ha. Aufgrund der witterungsbedingten schlechten Abreife lagen die Erträge unter dem Niveau der Vorjahre.

Umstellung und Diversifizierung 1999/2000

In den ersten zwei Aussaatjahren 1998 und 1999 wurde auf die Etablierung der endgültigen Fruchtfolge noch verzichtet, da in der Umstellungszeit für einige Kulturen wie Dinkel oder Roggen und Feldgemüse kein Markt besteht, und aufgrund der ungünstigen Vorfruchtwirkungen der engen vorangegangenen Fruchtfolge mehr der Zustand des Bodens und der Unkrautdruck über die jeweilige Kultur entschied. Ebenso wurde Kleegras in den ersten zwei Jahren zum größten Teil nur einjährig angebaut, um so schneller auf jedem Schlag zumindestens ein einjähriges Kleegras etabliert zu haben.

Der Zuckerrübenanbau des Wirtschaftsbetriebes wird eingestellt, da die Zuckerfabrik die Bio-Zuckerschiene hat auslaufen lassen und es somit keine Möglichkeit gibt, die Zuckerrüben nach der Umstellungszeit als Bioware zu vermarkten. Dafür wurde im Frühjahr 2000 mit dem Feldgemüseanbau auf 12,6 Hektar begonnen, um durch den Anbau von drei unterschiedlichen Kulturen (Möhren und Blumenkohl) Erfahrungen zu sammeln und im Jahr 2001 - nach der Umstellungszeit - intensiver in den Feldgemüseanbau einsteigen zu können. Die Vermehrungsfläche für Pflanzkartoffeln wurde zwischenzeitlich auf 10 ha ausgeweitet. Das Grünland und die Kleegrasflächen wird durch die Rinderherde genutzt.

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Letzte Änderung: 2002-03-13
Manfred Szerencsits
FÖL Nordbahnhofstr. 1a
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