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Forschung
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1. Allgemein
Die "We1" wurde von Prof. Dr. Sneyd von der Fachhochschule in Nürtingen seit Anfang der 90er
Jahre neben zwei anderen Stämmen gezüchtet, der sie der Deutschen Saatgutvereinigung
(DSV) zur Sortenschutzanmeldung überließ. Bei Saat im September übersteht sie Frost
bis -16° Celsius ohne größere Schädigung. Der Kornertrag liegt bei 20 dt/ha, da
sie relativ klein ist; der Ertrag an Frischmasse ist gleich oder höher als bei
Vergleichssorten. Einzelne Pflanzen werden bis zu 170 cm lang.
Im Samenbaubetrieb Behrendt bei Bremen wurden die 44 Herkünfte die auch von der
Universität Kassel-Witzenhausen für die Anbauversuche verwendet wurden, ab dem Jahr
2000/2001 im Gemenge mit Roggen angebaut. Ziel ist die Züchtung einer überwinternden
Futtererbse. 10 der 44 Herkünfte überlebten den Winter 2000/2001 und auch den Winter
2001/2002.
mit bis zu -13° Celsius.
Die Universität Göttingen testete für das Verbundprojekt „Entwicklung von
Winter-Ackerbohnen für den ökologischen Landbau“ neben Winter-Ackerbohnen auch drei
Wintererbsen Herkünfte (EFB 33, Assas, Iceberg).
Im Versuchsjahr 2002/2003 herrschten extreme klimatische Bedingungen mit feuchter Aussaat, starken
Frösten im Winter und Wechselfrösten im März. Dadurch kam es zu einer sehr starken
Selektion bezüglich Winterhärte bis hin zu Totalausfällen ganzer Standorte. Dabei
schnitten die Winter-Erbsen im Durchschnitt besser als die Winter-Ackerbohnen ab.
Bei den Winter-Erbsen lag die Sorte EFB 33 vor Assas und Iceberg. Ziel eines Folgeprojektes ist es
bis 2006 für die Praxis in Deutschland geeignete Winter-Ackerbohnen verfügbar zu
machen. |
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2. FB 11 - Universität
Kassel-Witzenhausen
Die Sorte EFB 33 wurde
über 20 Jahre lang erfolgreich an der Universität Kassel im Institut für
Nutzpflanzenkunde angebaut.
Inzwischen werden weitere Vollblatttypen selektiert und auf ihre Anbauwürdigkeit hin
untersucht. Seit 2001 wurden 44 alte Wintererbsenherkünfte aus der Genbank Gatersleben
untersucht. Anhand der Herkünfte die die besten Ergebnisse in Frosthärte,
Standfestigkeit, Unkrautunterdrückungsvermögen, Ganzpflanzenertrag, und Kornertrag hatten
wird nun weitergeforscht.
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Die Futterqualität war bei den alten Wintererbsentypen
tendenziell besser als bei den modernen und bei den Sommererbsen im Sommer 2003. Problematisch ist
bei den alten Wintererbsenherkünften die geringe Standfestigkeit der bis zu 2,5 Meter langen
Pflanzen, was besonders in nassen Sommern zu Ernteschwierigkeiten führt. Bei
Körnernutzung bietet sich daher der Anbau im Gemenge mit Winterroggen als Stützfrucht
an.
Aus den 44 angebauten Herkünften von 2001-2003 wurden geeignete Herkünfte selektiert, die
für das Anbaujahr 2004-2005 verwendet wurden. Es wurden dann nur noch 6 Herkünfte
angebaut. |
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