Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften Universität Kassel Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften

 



Fachgebiet Ökologischer
Land- und Pflanzenbau
Department of Organic Farming and Cropping

 
 
Forschung
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 Projekt Wintererbse
 Einleitung
 Hintergrund
 Forschung Wintererbse
 Nutzungsperspektiven
 Links Wintererbsen
   

Nutzungsperspektiven

 


1. Die Wintererbse im Rahmen eines Zweikulturnutzungssystems

Eine Wiederverbreitung der Wintererbse ist nur umsetzbar, wenn der Anbau ökonomisch rentabel ist. Mit der Entwicklung des Anbausystems Direkt- und Spätsaat von Silomais nach Wintererbsenvorfrucht (Zweikulturnutzungssystem, Grass/Scheffer), könnte diese Voraussetzung erfüllt worden sein.

Das Anbausystem beeinhaltet den Anbau von zwei Kulturen in einem Jahr. Dies wird dadurch ermöglicht, dass die Erstkultur vor dem Stadium der Reife als Ganzpflanze geerntet wird. Für den Anbau von Silomais wird als Erstkultur eine Wintererbse entweder im Reinbau oder im Gemenge mit Winterroggen angebaut. Diese Erstkulturen werden Mitte bis Ende September gesät und Ende Mai als Ganzpflanze geerntet.

Diese werden entweder als Futter oder als Co-Fermentat zur Energiegewinnung in einer Biogasanlage genutzt. Die Wintererbsen haben einen enormes N-Fixierungspotential und hinterlassen für den Mais große Mengen an Stickstoff.

Außerdem haben die Erbsen aufgrund ihres starken Massenwuchses eine starke Unterdrückungswirkung auf andere Pflanzen, so dass nach der Erbsenernte das Feld nahezu unkrautfrei ist. Der Mais wird anschließend im Direktsaatverfahren in die Stoppel der Erstkultur gesät.

Durch den hohen Flächenertrag, die eingesparte Bodenbearbeitung zur Maissaat und den reduzierten Aufwand für die Unkrautregulierung kann dieses Anbausystem neben den ökologischen Aspekten auch als ökonomisch vorteilhaft bezeichnet werden. Für eine Wiederverbreitung von Nutzen ist außerdem, dass das System sowohl für den ökologischen als auch für den konventionellen Landbau geeignet ist.

 

2. Grünfutter
Auch als Grünfutter besitzt die Wintererbse überzeugende Eigenschaften. Der Futterwert ist nach SNEYD (1995) in Reinsaat und auch im Gemenge hoch. Als Nutzungsformen ist die Grünfütterung, die Silage oder Heuwerbung, aber auch die beweidung und Wildäsung möglich.
Bei der Verfütterung als Grünfutter liegt die Nettoenergielaktation (NEL) nach SNEYD (1993) bei seiner Züchtung "WE1" bei 6,24 MJ. Diese Energiemengeist vergleichbar mit der von Sommerfuttererbsen. Die Stärkeeinheiten und Rohproteinwerte der Sommererbsen liegen allerdings deutlich höher als bei der "WE1".

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3. Kornnutzung
Die Wintererbsen sind sehr gut für den Korndrusch geeignet. die Vollblatttypen sind allerdings sehr lageranfällig, so dass der Anbau im Gemenge mit einer Stützfrucht notwendig ist. Dafür geeignet sind Roggen oder Triticale. Bei der Sortenwahl sind standfeste Sorten zu wählen, da auch das Getreide von den Erbsen heruntergezogen wird. Die Stützwirkung des Getreides reicht dennoch aus, um einen sicheren Korndrusch zu ermöglichen. Die Kornerträge der alten Herkünfte liegen mit 20-40 dt/ha je nach Standort auf dem Niveau einer guten Sommererbsenernte. Die Futterqualität bewegt sich ebenfalls in dem Bereich der Sommererbsen.

 


   
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  Editor: Sabine Ahlers
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